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18.05.2020

Warum kratzt Wolle?

Viele denken bei Wolle sofort an einen kratzigen Pullover, den man ganz schnell wieder ausziehen will. Doch mittlerweile zählt Wolle zu den beliebtesten Naturfasern und wird sehr universell eingesetzt: für Bekleidung, Schuhe, Mützen, Einrichtung, und noch vieles mehr. Grund dafür sind ihre positiven Eigenschaften, die sie bereits von Natur aus mitbringt. Trotzdem können sich manche Wollprodukte kratzig anfühlen. Wir erklären dir was dahintersteckt.
 

Warum kratzt Wolle auf der Haut?

Je nach Qualität und Faserstärke kann sich Wolle kuschelig weich oder unangenehm kratzend anfühlen. Wollfasern haben eine schuppige Oberfläche, die bei Kontakt mit der Haut Irritationen hervorrufen kann. Ausschlaggebend dafür ist die Faserstärke. Dicke, starre Fasern krümmen sich beim Berühren der Haut nicht und reizen sie dadurch. Der Durchmesser von normaler Schurwolle liegt ca. bei 37 bis 40 Mikron (= Mikrometer) – die menschliche Empfindlichkeitsschwelle jedoch nur bei etwa 25 bis 30 Mikron. Natürlich kann die Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch leicht variieren. Die Dicke der Faser ist wiederum abhängig von der Rasse und dem Lebensraum der Schafe. Herrscht ein kühles Klima so sind das Fell und die Wollfasern meistens dicker, um die Schafe vor der Kälte zu schützen.
 
Warum kratzt Wolle
 

Merinowolle: Nicht jede Wolle kratzt

Merinoschafe stammen ursprünglich aus Nordafrika und leben mittlerweile vermehrt in Australien, Neuseeland, Südamerika und Südafrika. Ihre Wolle ist dank ihrer gekräuselten Struktur und ihren feinen Fasern besonders weich. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schurwolle sind sie gerade einmal 16,5 bis 24 Mikrometer dick. Durch die starke Fellkräuselung bilden sich zudem Luftkammern im Fell, die einen isolierenden und temperaturregulierenden Effekt haben. Doch die Merinowolle hat noch mehr hervorragende Eigenschaften, die sie so beliebt machen. Sie:
  • ist atmungsaktiv.
  • kann bis zu 33% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und transportiert diese langsam nach außen.
  • kühlt im Sommer und wärmt im Winter.
  • ist geruchsneutralisierend.
  • wirkt antibakteriell.
  • knittert nicht.
  • ist ein nachhaltiges, biologisch abbaubares Material.
Merinowolle kratzt nicht
 
Mehr über die beeindruckenden Eigenschaften der Merinowolle erfährst du in unserem Blogbeitrag.
 

Giesswein Merino Schuhe: Qualität hat oberste Priorität

Wie bei jeder anderen Wollart kommt es auch bei der Merinowolle auf die Qualität an. Für unsere Giesswein Merino Produkte verwenden wir daher ausschließlich hochwertige, mulesingfreie Merinowolle von Landwirten aus Uruguay. Anhand unserer 3D Stricktechnologie wird aus der weichen Merinowolle ein einzigartiger 3D Stretch-Stoff, der sich optimal an deine Fußform anpasst. Mit der extraleichten Sohle aus EVA-Material und dem Merino Wechselfußbett wird das Tragen der Merino Schuhe zum wahren Genuss.
 
Du weißt nicht was Mulesing ist? In diesem Blogpost kannst du mehr über Mulesing und die Herkunft unserer Merinowolle erfahren: Nein zu Mulesing