Woher stammen Hausschuhe?

Hausschuhe bieten Schutz vor Verletzungen und Kälte: Heutzutage können sich viele ein Leben ohne Hausschuhe nicht mehr vorstellen! Das tägliche Ritual - unbequeme Schuhe aus, danach in gemütlich weiche Hausschuhe wieder hineinschlüpfen - gehört einfach zum Alltag dazu. Doch vielleicht haben Sie sich auch schon einmal über die Anfänge der Hausschuhe gewundert. Kamen die Pantoffeln zuerst zustande, oder doch die extra warmen Hüttenschuhe?

Natürlich ist die Geschichte der Hausschuhe ganz eng mit der Vergangenheit des "normalen" Schuhwerks verknüpft. Nomadenartige Völker, die über steinige und schwierige Gebiete wanderten, entwickelten die ersten Prototypen unserer heutigen Schuhe die sich, je nach Landesart und Region, ebenfalls bezüglich der Materialart, unterschieden. Beispielsweise in Ägypten bestanden sie aus Stroh und Blättern, später kam dann auch das Leder hinzu. In ägyptischen Gräbern wurden die ersten Pantoffeln entdeckt- die ältesten Hausschuhe der Welt aus dem 2 Jahrhundert!

Grundsätzlich wird vermutet, dass die Hausschuhe aus Vorderasien stammen, wo sie seit Jahrhunderten nicht wegzudenken sind. Hübsch verziert mit Stickereien und Edelsteinen, verbeitetete sich der Hausschuh langsam auf der ganzen Welt. 

Die Geschichte der Hausschuhe

Die Geschichte der Hausschuhe 

In der Antike bestanden Hausschuhe aus überwiegend ganz grob gestrickter Wolle. Wie auch bei den Giesswein Wollhausschuhen, erwiess sich schon damals Wolle als ein fantastisches, robustes Material für den täglichen Gebrauch. Genauso wie heute war die atmungsaktive Wolle die perfekte Hausschuh Faser für jede Jahreszeit- an kalten Tagen hielt sie warm, an warmen Tagen begannen die Füße nicht zu schwitzen. Viele antike Hausschuhe waren jedoch höher geschnitten, ähnlich wie unsere Hüttenhausschuhe. Pantoffelartige Schuhe aus Leder oder Stoff mit einer offenen Ferse namens "Soccus", waren bei den Römern äußerst beliebt. Über das 15. Jahrhundert hinweg verbreiteten sich die Pantoffeln dann in ganz Europa. Im europäischen Raum wurde diese Hausschuhart dann am Anfang noch überwiegend ausschließlich von Frauen getragen. 

Übrigens stammt das Wort Pantoffel aus dem Französischen "Pantoufle", was sich als ein Slipper bzw. Pantoffel übersetzt. Dabei ist zu bedenken, dass im 19. Jahrhundert Schuhe mit einer geschlossenen Ferse als Pantoffel bezeichnet wurden. Somit entwickelt sich selbst der Begriff "Hausschuh" kontinuerlich weiter, denn heute werden Pantoffeln nur als fersenlose Hausschuhe verstanden. 

Viele Hausschuhe & Bezeichnungen

Im deutschsprachigen Raum gibt es unzählige Bezeichnungen und Sprichwörter, die sich auf die Hausschuhe beziehen. Man kennt sie als Schlapfen, Schlappen, Schlorren, Schluffen, Finken, Babuschen....Auch der Begriff "Puschen" lässt sich dabei mit dem Ursprung des Hausschuhs verbinden. Abgeleitet aus dem Französischen (Babouche) stammt es aus dem Arabischen (Bābūsch). Dabei bedeutet Bābūsch Fußbekleidung.

Auch lustige Bezeichnungen wie Pantoffelheld kommen noch stets im täglichen Sprachgebrauch vor. Und wer möchte nicht gerne einen schönen Abend for dem Pantoffelkino verbringen? Ob humorvoll oder skurril: Hausschuhe sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. In Japan findet man sogar oftmals Toilettenschuhe vor, die man speziell beim Besuch des WC anziehen soll.

Tangerhütte Wollhausschuh

So bunt wie die Begriffe für Hausschuhe sind die Hausschuh- Stilrichtungen auch selbst. Bei Giesswein gibt es ganz klassische Pantoffeln wie der Woolpops, warme, geschlossene Hausschuhe wie Berlin oder Hüttenschuhe wie Kramsach. Doch genauso wie seid Jahrhunderten verziert wird, damals noch mit Edelsteinen, sind auch Damen Hausschuhe wie Tangerhütte oder Kinder Hausschuhe wie Sonnenbühl mit unterschiedlichen Applikationen erhältlich. 

Hausschuhe werden also seit Jahrhunderten getragen und sind eine "Fußbekleidung" die auch in der Zukunft nicht wegzudenken ist.