Das Trend-Material Merino Wolle

Der Mensch ist von Grund auf ein neugieriges Wesen. Die Lust darauf neue Orte und Dinge zu entdecken, begleitet ihn seit Anbeginn seiner Geschichte. Ebenso klar ist, dass Kleider Leute machen und dass ein gut sitzendes Kleidungsstück immens zum Wohlbefinden des Trägers beitragen kann. So ist es nur logisch, dass der Mensch seit jeher auch auf der Suche nach dem ultimativen Stoff ist. Ein neuer Trend verspricht nun, diesen ultimativen Stoff gefunden zu haben: Merinowolle. Doch was ist dran am Trend?

 Merinoschaf

Immer häufiger aus Merino

Früher gab es den typischen Pullover aus Merinowolle. Dieser wurde besonders gerne von Eltern zu Weihnachten verschenkt. Immerhin waren diese Pullover empfindlich teurer, als Vergleichsprodukte aus normaler Baumwolle. Die Merinowolle hat sich vom üblichen Pullover weiterentwickelt und wird mittlerweile in einer Vielzahl an Produkten verwendet. Im Internet tauchen immer mehr Stores auf, die ausschließlich Produkte aus Merinowolle anbieten. Das Sortiment reicht von Unterwäsche, über Outdoor-Bekleidung, bis hin zu Jacken, Mützen, Schals und Handschuhen. Mittlerweile gibt es sogar Schuhe, die auf Merinowolle setzen. In den Produktbeschreibungen finden sich auffallend oft Begriffe wie „atmungsaktiv“, „thermoregulierend“ oder „ultraleicht“. Sind das reine Marketingbegriffe oder stecken wirklich außergewöhnliche Fähigkeiten in diesem Stoff?

 

Woher kommt Merinowolle?

Wer sich auf die Spuren des Trend-Stoffs Merinowolle heftet, dem wird rasch klar, dass es sich dabei um nichts anderes, als um gewöhnliche Schurwolle von Schafen handelt. In diesem Fall um die Wolle des Merinoschafs. Das Merinoschaf stammt ursprünglich aus Nordafrika und zählt zur Rasse der Feinwollschafe. Im Hochmittelalter gelangten die Merinos erstmals nach Europa. Schon damals erkannte man die Vorteile der Merinowolle, weshalb Merinoschafe eher selten zum Verzehr und als Fleischlieferant genutzt wurden.

Das Fell des Merinoschafs besteht aus leichten, dünnen Haaren, die sich besonders im Sommer als nützlich erweisen und die Hitze erträglich machen. In den Wintermonaten wächst dem Merinoschaf ein Fell, das die Kälte abwehren soll. Besonders feines, gekräuseltes Flaumhaar dient dabei als Wärmeschutz. Eigenschaften, die sich auch für den Menschen bezahlt machen.

Dass Merinowolle nicht kratzt, liegt vor allem an der Feinheit der Fasern. Die Merinofasern bewegen sich im Mikrometer-Bereich (höchstens 24 Mikrometer) und sind nur halb so dick wie die Wollfasern von einem gewöhnlichen Schaf. Das Gefühl kratzenden Stoffes entsteht, weil dickere Fasern auf die Haut treffen und sich bei Berührung nicht krümmen. Da die menschliche Empfindlichkeitsschwelle bei 25 Mikrometer, und damit über der der Merinowolle liegt, fällt das lästige Kratzgefühl weg.

 Stoffballen aus Wolle

Eigenschaften

Dass Merino aktuell zum Trendstoff gemacht wird, liegt vor allem an den Eigenschaften des Stoffes. Und diese Eigenschaften hat die Wolle der Struktur und Form ihrer Fasern zu verdanken. Durch die Starke Kräuselung legen sich die Fasern eng übereinander und bilden sogenannte Luftkammern. Diese Luftkammern schließen die Körperwärme ein und sorgen so bei kalten Temperaturen für einen guten Wärmeausgleich. Durch die Luftkammern gibt es zudem weniger Kontaktpunkte zwischen Haut und Material. Das hat einen zusätzlichen isolierenden Effekt.

Auf der anderen Seite kühlt die Wolle aber auch. Das wiederum liegt an der Fähigkeit der Wolle möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen und speichern zu können. Die Wollfasern leiten die Feuchtigkeit, die laufend vom Körper produziert, weg und geben sie nach außen. Die Feuchtigkeit wird während dieses Prozesses zwischen den Fasern eingelagert, wobei die Oberfläche trocken bleibt. Die warme Umgebungsluft trocknet den Stoff, wodurch Verdunstungskälte entsteht. Auch wenn es ums Kühlen geht, wirken die Luftkammern der Merinowolle kleine Wunder. Die warme Luft durchdringt die Wolle nur schwer und wird so vom Körper des Trägers abgehalten – das sorgt für einen natürlichen Kühlungseffekt.

Wolle ist generell ein schwer entflammbarer Stoff, was gerade bei Abenteurern, die gerne am Lagerfeuer grillen, gut ankommt. Zudem laden sich Merinowollfasern – im Gegensatz zu synthetischen Stoffen – nicht elektrisch auf. Auch das ist eine Eigenschaft, die bei Outdoor-Begeisterten Beachtung findet.

 

Nachhaltig!

Die Merinowolle ist ein 100 prozentiges Naturprodukt und damit in der Produktion eingeschränkt. Merinoschafe können jährlich höchstens ein bis zwei Mal geschoren werden. Die größten Merinowoll-Produzenten der Welt befinden sich in Australien und Neuseeland, sowie in Südamerika und Südafrika. Immer häufiger bieten Hersteller von Merinoprodukten Informationen zum Herkunftsort der Wolle an. Beim Kauf sollte beachtet werden, dass der Rohstoff von zertifizierten Produzenten stammt. Generell ist festzuhalten, dass Merinowolle seine positiven Fähigkeiten im natürlichen Zustand entfaltet und kein Zusatz von anderen Stoffen oder Chemikalien nötig ist. Somit ist Merinowolle biologisch abbaubar, was den Hype weiter unterstützt.

Die Merinowolle hat also tatsächlich Eigenschaften, die sie zu einem sehr vielseitig einsetzbaren Stoff machen. Kein Wunder also, dass unterschiedliche Firmen seit Jahren darauf setzen und immer mehr Produkte auf den Markt bringen. Die Natürlichkeit gepaart mit Eigenschaften, die normalerweise nur synthetische Stoffe haben, kommt beim Konsumenten gut an. Ab diesem Sommer gibt es erstmals Schuhe, deren Obermaterial zu 100 Prozent aus Merinowolle besteht. Der Merino Runner aus dem Haus Giesswein wurde via Crowdfunding realisiert, was eine gewisse Nachfrage erahnen lässt. Bleibt abzuwarten, ob Merino nach Ober- und Unterkörper, sowie Kopf und Hände, nun auch unsere Füße erobert. Gute Gründe gäbe es ja einige.

Merino Runners

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