Die Walkstory

„Walk“ ist der Stoff, um den sich in der über vierzigjährigen Geschichte der Firma Giesswein alles dreht. Der Rohstoff Wolle und seine positiven Eigenschaften waren unseren Urahnen bereits vor Jahrtausenden bekannt. Das Material schützt vor Wind, Kälte und Nässe, da Walk temperaturausgleichend (also wärmend und kühlend) wirkt, wasserabstoßend und luftdurchlässig ist.

Das Ausgangsmaterial - die Wolle.

Der Wollmarkt

Die Wolle wird von Garn- und Wollspinnereien mit Sitz vorwiegend im EU-Raum bezogen.Die Spinnereien kaufen die Wolle zu einem großen Teil in Australien, Neuseeland und Südamerika, da es in der EU zu wenig Schafe gibt.Der größte Markt ist die australische Wollbörse.In Australien leben rund 160 Millionen Schafe, das sind ca. 14% des Weltschafbestandes

Die Entstehung von Wolle

Die Entstehung von Wolle

Schafe werden geschoren, das Vlies gewaschen und die Wolle wird in mehreren Arbeitsgängen geschoren, gekämmt, gestreckt,gefärbt und versponnen. Am Anfang steht das Schaf. Durch seine Schur wird der Pelz zur Wolle. Die geschorene Rohwolle wird sortiert und gewaschen. Dieses Waschen erfolgt in mehreren Bottichen unter gleichbleibender Temperatur, um ein Filzen zu verhindern. Dabei werden schonende, biologisch abbaubare Waschmittel zugefügt. Anschließend wird die Wolle getrocknet und mit biologischen Spinnölen besprüht, um sie für den Spinnvorgang gleitfähig zu machen.

Das ausgewaschene, besonders hautfreundliche Wollfett wird aus der Waschflotte zurückgewonnen und bildet als Lanolin einen bedeutenden Grundstoff der Kosmetikindustrie. Nach dem Krempeln, dem Auseinanderziehen der Faserbüschel, wird die Wolle gekämmt, das heißt die untergeordneten Fasern werden egalisiert und parallelisiert, um schließlich noch einmal feiner und glatter ausgezogen zu werden, bis zum Endprodukt, dem feinen Kammzug, von dem der Name des später entstehenden Kammgarns abgeleitet wird. Noch im Kammzug wird die Wolle gefärbt, bevor sie zu sprungelastischen Garnen fest versponnen wird. Erst dann gelangen die Garne schließlich zu Giesswein.

Ein Schaf wird im Jahr 1-2 Mal geschoren

Schur

Ob es sich um die 1. Oder 2. Schur handelt, wird beim Verkauf angegeben, da dies ein bedeutendes Qualitätsmerkmal ist. Nur die vom lebenden Schaf geschorene Wolle darf als Reine Schurwolle bezeichnet werden.Die Wolle der allerersten Schur der etwa 6 Monate alten Lämmer bezeichnet man als Lambswool. Die Wollen sind kurz, aber besonders weich und fein. Von einem Schaf erhält man ca. 5kg Wollvlies. Es fällt bei der Schur als zusammenhängende Lockenpracht ab. Für die von Giesswein verarbeitete Menge an Wolle würde man eine Herde von ca. 250.000 Schafen benötigen.

Arten von Wolle

Beispiel: Kamelhaarwolle

Reine Schurwolle erhält man durch Abtrennen des Wollkleides vom lebenden Schaf.
Lambswool wird vom ca. 6 Monate alten Lamm gewonnen, welches zum ersten Mal geschoren wird – die Wolle ist sehr fein, weich und kurz
Kamelhaarwolle stammt vom Dromedar. Die Wolle wird nicht durch Schur gewonnen sondern die Haare fallen büschelweise aus und werden eingesammelt.
Alpakawolle stammt vom Alpaka, einem wildlebenden Schafkamel (Guanakoart), lebt in Höhen von 3000 - 5000 m Es wird unterteilt in: Grannenhaare – stark glänzend – ähnlich Mohair, glatt, steif, weiß bis schwarz und Flaumhaare – mild glänzend, leicht gekräuselt, ähnlich Kamelwolle

Merinowolle feine Wolle des Merinoschafs
Angorawolle stammt vom Angorakaninchen. Die Wolle ist seidig glänzend, sehr weich, meist blütenweiß und sehr fein
Mohair stammt von der Angora- oder Kamelziege. Die Grannenhaare werden in der Textilindustrie meist als Schmuckhaare eingesetzt.
Kaschmir stammt von der Kaschmirziege. Ihre Flaumhaare sind seidig, glänzend gewellt und weich, meist grau/ braun/ schwarz

Walk = verfilzte Strickware

Walkjacke

Durch Wärme, Mechanik und Wasser wird ein Gestrick um ca. 1/3 seiner ursprünglichen Größe geschrumpft.Die feine Schuppenschicht der Wolle öffnet sich durch die Wärme und die Wollfasern verhaken ineinander. Dadurch entsteht ein Gewebe, das die natürlichen Eigenschaften der Schurwolle beibehalten hat, jedoch dichter und strapazierfähiger ist als das ursprüngliche Gestrick.

Unterscheidung Walk - Loden

Lodenjacke

Filz Walk, Loden und Filz weisen folgende Unterschiede in der Herstellung auf:
Walk: Gestricktes wird gewalkt
Loden: Webstoffe werden gewalkt
Filz: Mischfasern oder Reisswolle vom Wollvlies werden gefilzt (mit Wasser, Wärme und Mechanik verdichtet). Häufig wird minderwertige Qualität dazu verwendet.
Walk: Natur- und Komfortvorsprung Walk steht für Wellness und Komfort und hat einen hohen, ökologischen Stellenwert.

Der natürliche Rohstoff Wolle hat einen angenehmen, weichen Griff. Beim Walk gesellt sich durch die Gewichtszunahme des Materials gegenüber dem reinen Gestrick ein ausgesprochen schöner Fall dazu.Walk trägt die Farbschönheit und den natürlichen Glanz der Wolle.Bereits die natürliche Kräuselung der Wolle gewährleistet einen hohen Lufteinschluss und gibt Gestrick ein hohes Wärmerückhaltevermögen – beim Walk findet sich diese Eigenschaft verstärkt.

Wolle und verstärkt Walk sind luftdurchlässig und können dampfförmige Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Dieser Effekt sorgt für Temparaturausgleich sowie ständigen Feuchtigkeitsaustausch mit der umgebenden Luft und damit ein gesundes Bekleidungs- bzw. Fußklima. Bereits Wasser in Tropfenform gelangt nur sehr schwer in das Innere von Wollfasern bzw. in das Innere von Walk – Wasser und genauso Staub oder Schmutz „perlen ab“. Wollfasern sind sehr elastisch. Beim Walk bleibt diese Eigenschaft im Gegensatz zu Loden durch die Verarbeitung als Gestrick erhalten. Die natürliche Elastizität und die damit verbundene Formbeständigkeit sind wichtige Faktoren des Tragekomforts.

Flachstrickerei und Rundstrickerei

Flachstrickerei und Rundstrickerei

Flachstrickerei wird für aufwendige Muster und Jacquardstrukturen verwendet; Auf 15 CNC-gesteuerten Maschinen bis zu 1.800 Strickteile/ Woche; Knit and Wear: Komplettgestricke (z.Bsp.: Pullover) , welche ohne Konfektionsarbeit auskommen
Rundstrickerei: 23 Maschinen für schlauchgestrickte Meter-Walkware und Hausschuh-Walkstoffe; Bis zu 160 Konen Garn an einer Maschine; 14.000 gestrickte Maschen/ Sekunde; Bis zu 4.000 Meter Gestrick täglich in der Hochsaison

Walkmaschinen

Walkmaschinen

Hier wird mit feinstem Tiroler Bergwasser gewalkt. Druck, Bewegung, Aneinanderdrücken, Zusammenstauchen, Wasser und Wärme wirken auf den Strickballen ein während er zum Walk mutiert. Von 30 Minuten bis 12 Stunden wird ein Strickballen gewalkt.Tägliche Walkkapazität: 3,5 t Strickstoff.

Flachtrocknen und Kontrolle Walkstoff

Flachtrocknen Trocknen Flachtrocknen für Beibehaltung der nach dem Walkvorgang entstandenen Walkqualität ,Warenegalisierung (Ausgleich der Warenbreite) beim Trocknen. Nur Qualität kann die strengen Augen unserer Qualitätsprüfer bestechen.

Bügeln und Pressen

Patentierte Sohle

Aufrauhen und Schur der Oberfläche für besonders weichen Griff und Pilling-Vermeidung der Walkstoffe bei Stoffen aus weichen Streichgarnen. Pressen und Pressfixierung für seidigen Stoffglanz. Verschiedene Nassbehandlungen (Appreturen). Pressen in der Muldenpresse für superleichte Walkstoffe (SL-Walk). Dekatieren (Dampfbehandlung) zur Fixierung der gefertigten Qualität

Ab ins Hochregal

Hochregal

Einlagerung der Stoffe in Hochregallager mit 54 m Länge und 20 m Höhe; Platz für 2.800 Europaletten; Jeder Walkstoff rastet zur endgültigen Fixierung vor Bearbeitung 3 Tage im Hochregallager.

Bortenmaschinen

Bortenmaschinen

Eigenproduktion der für die Kollektionen von Loungewear und Bekleidung benötigten Borten. Kette-Schuss-Technik aus Webbereich. Täglich 20.000 – 30.000 Meter Borte auf 3 Bortenmaschinen

Zuschnitt Zuschnittoptimierung auf modernen CAD-Computern

Home Collection

Lagenzuschnitt und –stanzung auf 12 Meter langen Vakuumtischen für absolute Schnittreue.

Konfektionierung

Konfektionierung

Oberbekleidung und Loungewear von Giesswein wird von Hand genäht. Jeder Nähplatz ist auf einen Arbeitsvorgang spezialisiert (z.B. Sohlen, Bündchen, Applikationen, Emblems).

Sonderarbeiten

Sonderarbeiten

Sonderarbeiten Konfektion Applikationen, Handstickereien

Loungewear-Sohlen

Loungewear-Sohlen

Hier bekommt der Giesswein-Hausschuh seine patentierte Garantiesohle.Das Geheimnis der Giesswein – Sohle darf an dieser Stelle leider nicht ausführlicher gezeigt werden. Eines darf aber verraten werden: Zum Abschluss nimmt der Hausschuh ein genussvolles Naturlatexbad.

Verpackung / Lager

Verpackung, Lager

Auslieferung der Giesswein-Loungewear seit 2002 im hochwertigen Natur-Karton. Interner Transport sowie Auslieferung Walk- und Strickware Bekleidung hängend.

 

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